Wo die Farbe wirklich sitzt
Farbe verhält sich in geknüpfter Arbeit anders als auf Leinwand: Sie bewegt sich mit den Fransen und verändert sich, sobald das Tageslicht durch den Raum wandert. Ein Makramee Wandbehang bunt folgt dabei einem von zwei Ansätzen. Manche Stücke arbeiten mit einem Verlauf, etwa der runde Ombré-Behang mit 89 cm Durchmesser oder das zweifarbige Tassel-Design in Koralle und Salbei. Andere setzen die Farbe in Blöcken, wie der kühl getönte Wandteppich und das sechsteilige Federnset in Senfgelb und Elfenbein. Einige bringen gewebte Wollwellen und dickes Garngewebe mit, die bei gleicher Breite schwerer und wärmer wirken als Baumwollkordel. Einzelmotive geben die meiste Kontrolle: Das einzeln erhältliche Palmblatt lässt Sie erst eines kaufen, eine Weile damit leben und dann zwei weitere ergänzen.
Einen Farbton wählen, der im Raum bestehen bleibt
Nehmen Sie den Ton aus etwas, das bereits im Raum ist – dem Rand eines Teppichs, einem Buchrücken, dem Grün einer rankenden Pflanze – und nicht aus der Wandfarbe, die sich eher ändert als der Wandbehang. Alles Gefärbte verliert in direkter Sonne an Sättigung, deshalb hält eine Ost- oder Nordwand ein Stück länger farbtreu als eine helle Südlage. Die Maße finden Sie in cm auf jeder Produktseite, die Kordelstärke ist in mm angegeben, und die kräftigeren Stärken tragen gefärbte Farbe mit mehr Tiefe, weil schlicht mehr Faser das Licht einfängt. Flecken tupfen Sie mit einem kaum feuchten Tuch ab, nie mit warmem Wasser, und lassen das Stück flach trocknen. Ungefärbtes Creme und blankes Holz finden Sie bei den Wandbehängen im Farmhouse-Stil.