Glas in der Mitte, Baumwolle übernimmt das Wort
Das Glas ist meist der kleinste Teil des Stücks. Von einer runden Scheibe strahlt geknüpfte Baumwolle nach außen: bei einem Modell Mandalablüten, beim nächsten ein langer Federschweif, beim dritten Fransen, die 30 cm unter den Rahmen fallen. Vor einer schlichten Wand wirkt ein Makramee Spiegel eher wie Textilkunst als wie eine Badezimmerarmatur, und die Spiegelung bringt trotzdem Tageslicht in Ecken, die keine Lampe erreicht. Die Größen reichen von kleinen Rundspiegeln für den Flur bis zu einem Boho-Wandspiegel mit vollständiger Baumwollumrandung. Glasdurchmesser und Gesamtlänge stehen in den Produktangaben getrennt in Zentimetern, denn die beiden Werte liegen selten nah beieinander.
Aufhängen ohne Rätselraten
Das Gewicht wird oft unterschätzt. Garn wiegt fast nichts, Glas nicht. In einen Balken hält ein gewöhnlicher Schraubhaken problemlos. In blanke Rigipswand gehört ein Hohlraumdübel, der deutlich über dem tatsächlichen Gewicht liegt, und die Last soll der Holzstab oder die Aufhängeschlaufe tragen, nicht die Knoten selbst. Halten Sie das Stück auf Augenhöhe an die Wand, bevor Sie bohren. Der runde Mandala-Spiegel wirkt 2,5 cm höher oder tiefer bereits anders, weil die Fransen alles neu rahmen, was darunter steht. Im Bad geht es, sofern der Raum gut lüftet; stehender Dampf lässt ungefärbtes Garn binnen einer Saison vergrauen.
Pflege im Alltag
Schütteln Sie die Fransen alle paar Wochen aus und kämmen Sie sie mit den Fingern glatt. Nichts bleicht sie schneller als starke Nachmittagssonne, eine Seitenwand ist der Fensterwand also vorzuziehen. Über einer Anrichte oder in einem Raum, in dem bereits größere geknüpfte Möbelstücke stehen, wirkt dieselbe Textur gewollt statt zufällig.